Sieglinde Nothacker Stiftung

Projekt Förderung der Suchtprävention bei Kindern und Jugendlichen

Unser Menschenbild

Wer abhängig ist, kann nicht frei über sein Leben entscheiden. Sucht macht unfrei.

Der Konsum von Nikotin, Alkohol, Drogen oder auch von Computer- und Videospielen dient Kindern und Jugendlichen in zunehmendem Maß der Selbstmanipulation und nimmt ihnen gleichzeitig den Antrieb, selbstbestimmt zu leben. Führt dieses Konsumverhalten in die Sucht, es leidet die Persönlichkeitsentwicklung. Die Jugendlichen lernen nicht, eigenverantwortlich zu handeln und kritisch zu denken. Die Fähigkeit sich zu aktivieren oder zu beruhigen, Stimmungen und Stress zu regulieren, nehmen ab, der Schlaf-Wach-Rhythmus gerät aus dem Gleichgewicht. Es gehört daher zu den großen Aufgaben unserer Zeit, die Ich-Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu fördern, damit sie den Herausforderungen und Belastungen des Lebens gewachsen sind.

Auch das Menschenbild, das der nationalen Strategie zur Drogen- und Suchtpolitik zugrunde liegt, betont die Bedeutung von Prävention und Eigenverantwortung. Für vertiefende Informationen haben wir auf das Dokument, veröffentlicht von der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, verlinkt.

Unser Ziel

Die Förderung der Suchtprävention speziell bei Kindern und Jugendlichen bildet einen der Schwerpunkte der Sieglinde Nothacker Stiftung. Die Stiftung stellt bewährten Organisationen und Strukturen Mittel zur Verfügung, ohne fachlich in die Auswahl und Durchführung der Projekte einzugreifen.

Suchtprävention in der Oberpfalz hat Vorbildcharakter

In den sieben Landkreisen des Regierungsbezirks Oberpfalz und in der Stadt Regensburg arbeiten seit mehr als 30 Jahren Suchtarbeitskreise. Diese koordinieren Fachstellen, Behörden und engagierte Laien bei der Durchführung von Präventionsprojekten, die Geschäftsführung untersteht jeweils den lokalen Gesundheitsämtern. Im Rahmen des Suchtarbeitskreises Oberpfalz planen das Geschäftsführergremium sowie spezielle Arbeitsgruppen, koordiniert von der Gesundheitsbehörde der Regierung der Oberpfalz, gemeinsame Aktionen. Zurückliegende Projekte werden bewertet und Erfahrungen ausgetauscht. Die Gesundheitsbehörde der Regierung wiederum hält Kontakt zu Fachgremien auf Landesebene sowie zur Staatsregierung. Das Budget, das ihr vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit jährlich für die Suchtprävention zur Verfügung gestellt wird, beläuft sich durchschnittlich auf 7.500 €. 

Das Pilotprojekt „Suchtprävention“ der Sieglinde Nothacker Stiftung

In einem Pilotprojekt wollte die Sieglinde Nothacker Stiftung diese seit 30 Jahren gewachsenen Strukturen nutzen und durch die Zusammenführung von Stiftungsgeldern und öffentlichen Mitteln die Erfolge potenzieren. Die Stiftungsgelder sollten ausdrücklich nicht in eigene Projekte fließen, sondern die Wirksamkeit bewährter Maßnahmen verbessern, ohne dabei Einfluss auf die fachliche Kompetenz der Projektpartner zu nehmen. Einzig die Zielgruppe „Schülerinnen und Schüler etwa der 9. Jahrgangsstufe“ wurde für die förderbaren Projekte zur Suchtprävention bei Kindern und Jugendlichen vorgegeben. 

Fazit aus dem Pilotprojet für die Jahre 2011 bis 2016

Alle an den Projekten beteiligten Fachleute stimmten überein, dass die im Rahmen des Pilotprojektes „Suchtprävention“ unterstützten Projekte ohne die Stiftungsgelder der Sieglinde Nothacker Stiftung nicht hätten realisiert werden können. Von der Grundschule über Mittelschule, Realschule und Gymnasium bis hin zu den Sonderpädagogischen Förderzentren wurden alle Schultypen erreicht. Mit Hilfe der Stiftungsgelder konnte das Angebot für die Suchtprävention bei Kindern und Jugendlichen in der Oberpfalz deutlich ausgebaut werden. Vielen Lehrkräften wurde die Bedeutung der Suchtprävention noch einmal eindringlich vor Augen geführt und über die Berichterstattung in der Lokalpresse wurden darüber hinaus die Öffentlichkeit, insbesondere Eltern und Familienangehörige, über die Projekte informiert. 

Seit dem Jahre 2011 bis zum März 2017 wurden insgesamt ca. 200 Vorstellungen und Projekte in allen Schularten gefördert.

Das Klassentheater „LIMIT“ allein wurde 110-mal aufgeführt.

In Kooperation mit der landesweiten Kampagne HALT (Hart am Limit)  Projekt HaLT  des Bayerischen Gesundheitsministeriums und der Bayerischen Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen (BAS) bietet das Bamberger Jugendtheater Chapeau Claque in ganz Bayern das theaterpädagogische Projekt LIMIT zum Thema Komasaufen an.

Daneben wurde eine Vielzahl anderer Veranstaltungen und Projekte. Gefördert.

Zum Beispiel:

Klassentheater „Koma“, Klassentheater  „ Schulfreunde“ , beide des Theaters Ansbach

Klassentheater  „ Soulfood“, Klassentheater „face to face“, beide des Bamberger Jugendtheater Chapeau Claque  

Klassentheater   “Schüttelfrost” des UE Theaters Regensburg

Klicksalat   der Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz,

Risikoschecks, FreD - Kurse 

Klasse 2000  

Suchtprävention in Kletterparcours, Medienpräventions Programme, Unterstützung von Nichtraucherwettbewerben.

Die Wanderausstellung „Einfach menschlich – von Menschen und Süchten“

Die vom Verein „Suchtprävention und Genesung“ konzipierte und organisierte Wanderausstellung zeigt, wie Süchtige einen Weg gefunden haben, ohne Sucht zu leben. Die Ausstellung wurde in Amberg, Wöllershof, Regensburg, Cham und Tirschenreuth gezeigt. Sie wurde von der DAK, dem Bayerischen Gesundheitsministerium und der Sieglinde Nothacker Stiftung finanziert

Es wurden ferner unterstützt:

Eine Glücksspiel-Prävention, eine Kajak- Tour, Veranstaltungen über mobile Gewalt, den Umgang mit dem Facebook, über Mobbing.

Die Aufzählung ist nicht vollständig. Es wurden weitere Veranstaltungen und Projekte unterstützt, die hier aber nicht im Einzelnen aufgeführt werden können.

Erreichte Personen:

Leider liegen nur ungefähre Zahlen für das Jahr 2011 vor:

2061 Schüler und Schülerinnen

mehr als 180 Multiplikatoren wie z.B. Lehrkräfte

Die Zahlen für die Jahre 2012-2016 dürften höher sein.

Allein 16 Presseartikel in der Lokalpresse zum Wettbewerb

Eingesetzte Stiftungsgelder

                             2011   15.333,56 €

                             2012   15.680,45 €

                             2013   24.041,69 €

                             2014   22.041,60 €

                             2015   13.443,30 €

                             2015   24.348,84 €

                   Summe:    114.889,44 €